Erlesenes V

Deko-Bild: Auf dem Boden ausgekiptte Bücher…

Es ist mal wieder Zeit, eine Bookmarkkiste auszukippen! Es geht um CSS, HTML und Node.js. Und es gibt ein wenig »Webdev-Meta-Diskurs«…

(Bild: Markus Clemens auf Unsplash, thanx!)

CSS und HTML

Manchmal wiege ich zweifelnd mein Old-School-Developer-Haupt, wenn ich in der Webdev-Bloggeria mitbekomme, was sich Leute für Sachen ausdenken, um etwas relativ Simples wie CSS zu verkomplizieren.

Ein Beispiel: »Functional CSS«. Bei der Anwendung von Konzepten, die aus Programmiersprachen kommen, auf Dinge, die keine Programmiersprachen sind, bin ich stets skeptisch (siehe auch objektorientiertes CSS). Immerhin, diese Ideen geben Anstöße für schöne Problematisierartikel wie »The perils of functional CSS« von Jay Freestone. Sein Fazit ist, dass diese Tools versuchen Probleme, die durch die Zusammenarbeit mehrerer Menschen an einem Projekt entstehen, mit komplizierten Konzepten zu lösen. Oder, wie der große Jeffrey Zeldman einst schrieb:

»I don’t believe the problem is the principle of semantic markup or the cascade in CSS. I believe the problem is a dozen people working on something without talking to each other.«

Etwas Handfesteres gibt es mit »CSS Grid: No Nonsense Layouts« bei testdriven.io. Schöne nachvollziehbare Praxisbeispiele für die Arbeit mit CSS-Grids!

Bradley Taunt mahnt in »Write HTML Like It's 1999«, dass man vor lauter Verwendung von Toolchains und Frameworks nicht die Grundlage aller Dinge im Web vergessen soll: HTML!

Ob eine solche Ermahnung wirklich notwendig ist? Nun ja…

Node.js

Es gibt Tage, da muss man seine Lieblings-Tools beiseite legen und mit etwas anderem arbeiten. »Node.js for Rails Lovers« von Craig Phares gibt eine Handreichung für Rails-Devs, die sich an einem Projekt mit Node.js versuchen wollen (oder müssen…).

Meta

Für große Erheiterung sorgen immer Artikel, die eine monströse Liste von Dingen zusammentragen, die man angeblich beherrschen muss, um Web-Development zu betreiben. »The 2019 Web Development (Frontend + Backend) RoadMap« von Michael Bryan ist diesbezüglich ein prächtiges Beispiel. Wir wollen nicht kleinlich sein, man muss neben einem Sack von Grundlagen natürlich Angular, React und Vue beherrschen. Und Node.js, Java, Python, PHP! ;-)

Wenn man so etwas liest und das mit der er- und gelebten Praxis vergleicht, kann man sich durchaus mal fragen: »Does real web dev exist? Like the stuff they write all those articles about?«.

»Real Programmers« widmen sich sowieso lieber esoterischen Problemen und schreiben einen Quine. Das ist ein Computerprogramm, das sich selbst schreibt. Im secretGeekWiki versucht man sich an einem Quine in C

Und wenn man wirklich nicht mehr weiter weiß: »How to Design for the Web in 2019«

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